Welcher Kunststil prägt Jeff Dillon?Jeff Dillons Gemälde sind sofort an ihren kräftigen Farben, der fließenden Linienführung und dem starken Gefühl von Bewegung zu erkennen. Anstatt die Natur genau so festzuhalten, wie sie erscheint, arbeitet Jeff irgendwo zwischen Realismus und Abstraktion. Wälder, Seen, Berge, Himmel und Wildtiere bleiben erkennbar, werden jedoch durch Farbe, Linie, Muster und Bewegung neu gestaltet. Diese Bewegung ist für das Werk von großer Bedeutung. Die Natur wirkt nie wirklich still. Bäume wachsen und biegen sich, Wasser verändert sich, das Wetter wandelt sich, und Licht bewegt sich über eine Landschaft. Selbst wenn man an einem Ort steht, wandert der Blick ständig zwischen nahen und fernen Dingen hin und her. Jeff versucht, einen Teil dieses Erlebnisses in die Gemälde einzubringen, sodass der Blick des Betrachters von einem Bereich zum nächsten gelenkt wird, anstatt zu lange an einer Stelle zu verweilen. Die Arbeit zwischen Realismus und Abstraktion gibt Jeff die Freiheit, das Gesehene zu verändern, ohne die Realität des Motivs zu verlieren. Er versucht nicht, eine Landschaft genau so wiederzugeben, wie sie erscheint, möchte aber auch, dass sie erkennbar bleibt. Ein Baum muss sich weiterhin wie ein Baum anfühlen, Wasser wie Wasser, und die Landschaft muss als Ganzes stimmig bleiben. Innerhalb dieser Struktur können Farben kräftiger werden, Formen vereinfacht und Linien bewegt oder verändert werden. Diese Freiheit innerhalb von etwas Erkennbarem ermöglicht es Jeff, die Landschaft zu interpretieren, anstatt sie genau so festzuhalten, wie sie erscheint. Ein nützlicher Vergleich ist Cloisonnismus auf, einem postimpressionistischen Stil, bei dem Farbflächen durch kräftige dunkle Konturen voneinander getrennt werden und so ein Effekt entsteht, der an Buntglas oder Cloisonné-Emaille erinnert. Jeff interessiert sich seit Langem für Buntglas, weil viele einzelne Formen und Farben zusammen ein vollständiges Bild ergeben können. Seine Gemälde weisen eine ähnliche Struktur auf, doch die Linie dient nicht nur dazu, Farben voneinander zu trennen. Sie windet sich um Bäume, verläuft durch Felsen und Wasser, taucht in Wolken und Spiegelungen wieder auf und lenkt den Blick durch das Gemälde. Das Werk weist auch Gemeinsamkeiten mit Postimpressionismus angezogen, insbesondere von der Freiheit, sich vom strengen Realismus zu entfernen. Formen können vereinfacht werden, Farben kräftiger erscheinen und Beziehungen innerhalb der Komposition verändert werden. Fotografische Genauigkeit ist nicht das Ziel. Die Absicht besteht darin, genügend Realität zu bewahren, damit der Ort vertraut wirkt, und gleichzeitig genügend Freiheit zu lassen, damit das Gemälde zu seiner eigenen Interpretation werden kann. Andere Einflüsse helfen, Teile des Werks zu erklären. Jeff fühlt sich von der fließenden Bewegung in Vincent van Goghs Gemälden, die Art und Weise, wie sich Linien in keltischer Kunst und die Bereitschaft von die Group of Seven die kanadische Landschaft zu vereinfachen und zu interpretieren, statt sie exakt wiederzugeben. Keine dieser Beschreibungen erfasst Jeffs Arbeit für sich allein, doch jede hilft zu erklären, wie er über Bewegung, Farbe, Linie und Struktur denkt. Gestalttheorie Das hilft auch zu erklären, was geschieht, wenn die Gemälde aus unterschiedlichen Entfernungen betrachtet werden. Von der anderen Seite eines Raumes kann das Motiv sofort erkennbar sein. Aus der Nähe kann dasselbe Bild beginnen, in Linien, Formen, Muster und Farbbereiche auseinanderzufallen, die beinahe abstrakt wirken können. Wenn man zurücktritt, fügen sich diese getrennten Teile wieder zusammen. Jeff interessiert sich dafür, wie all diese Teile dennoch als ein Bild zusammenkommen. Die Natur selbst funktioniert auf ähnliche Weise. Ein Wald mag als eine Landschaft erscheinen, doch jeder Baum, Ast, Fels, Wasserfleck und jede Veränderung des Lichts ist anders. Selbst innerhalb derselben Art gleichen sich keine zwei Bäume genau. Er möchte auch nicht festlegen, was ein Betrachter empfinden soll, wenn er vor dem Werk steht. Ein Gemälde kann eine Erinnerung, einen Ort, eine Person, ein Gefühl oder etwas zurückbringen, das sich schwerer in Worte fassen lässt. Wichtig ist, dass der Betrachter genügend Raum hat, seine eigene Verbindung dazu herzustellen. Das Gemälde lässt Raum für Selbstreflexion, statt jemandem vorzuschreiben, was er empfinden soll. Über mehr als sechzehn Jahre und mehr als 300 Originalgemälde hat sich Jeffs Arbeit allmählich um die Art und Weise entwickelt, wie er Linie, Farbe und Bewegung einsetzt, um das Bild zusammenzuhalten. Seine Gemälde bleiben in erkennbaren Landschaften verwurzelt, sind jedoch nicht darauf ausgerichtet, die Natur exakt wiederzugeben. Sie versuchen zu interpretieren, wie sich Natur anfühlt: ständig in Bewegung, wandelbar, miteinander verbunden und voller Details, die sich offenbaren, wenn man sich die Zeit zum Betrachten nimmt. Originalgemälde und Giclée-Drucke in limitierter Auflage sind online erhältlich, mit weltweitem Versand. Weiterführende Literatur
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#212 – „Vom Wind gepeitscht“, Originalgemälde von Jeff Dillon #269 „Sanft flüsternder Mond“, Originalgemälde von Jeff Dillon |

